Der Bus kommt immer zu spät. Oder zu früh. Das Steak ist immer zu blutig - oder zu zäh. Das Geld reicht nie bis zum nächsten Ersten. Man steht immer in der Schlange, in der es am langsamsten vorangeht. Es regnet immer nur nur dann, wenn man gerade draußen ist. Die tollen Geschenke bekommen immer die anderen. Man setzt das Komma immer dort wo es nicht, hingehört. Und wenn es einem doch mal aus Versehen gut geht, kriegt man einen dicken Eiterpickel direkt auf der Nasenspitze.
Nur auf eines ist Verlass - die nächste nightlife repair kommt bestimmt. Und sie wird gut.
Graue Betonbauten durchziehen den Alltag. Fortwährende Wiederholung kennzeichnet unser Leben. Arbeiten. Schlafen. Arbeiten. Schlafen. Arbeiten. Schlafen. Perspektivlose Gleichgültigkeit schleicht sich ein wie ein ungebetener Gast am einzigen freien Tag der Woche.
Und am Wochenende? Nichts Neues, alles schon gesehen. Familienausflüge, Muckibude, Fernsehen, vielleicht Kino. Einmal im Jahr ein mittelmäßig bis gutes Konzert der Lieblingsband. Vielleicht auch mal ein Clubbesuch. Aber die Leute dort sind nicht mit dem Herzen dabei. Eitelkeit und falsche Motive leiten sie. Sie leben nicht die Musik; sie benutzen sie, um ihr Ego zu befriedigen. Keine Seele, kein Herz. Kein Sinn.
Don't Panic. Get your nightlife repaired. Soon. At selected Clubs in Berlin.
Lichtblitze. Rhythmen. Körper, die sich in Ekstase streifen. Der Geschmack des letzten Drinks auf meiner Zunge. Der Duft eines verführerischen Parfums in der Luft.
Tiefe Frequenzen hämmern sich durch meinen Bauch und durchschneiden mein Inneres wie das Laserlicht den Nebel. Mein Körper bewegt sich wie von selbst zum Rhythmus und wird eins mit der schwitzenden Menge. Alle Gedanken sind reduziert auf das Wesentliche. Auf das Hier und Jetzt. Auf die Musik.
Meine Sinne verschmelzen und melden meinem Gehirn ein Sammelsurium von surrealen Eindrücken, die sich mit Lichtgeschwindigkeit in mein Gedächtnis einprägen. Die Zeit scheint stillzustehen und doch bewege ich mich auf der Tanzfläche.
Plötzlich taucht unter dem bisherigen Beat etwas Neues auf. Segmente des nächsten Tracks tummeln sich zwischen dem bisherigen wie Luftbläschen, die sich im Wasser kurz vor dem Siedepunkt unter der Oberfläche stauen. Und dann ist es soweit. Ohne, dass ich den Zeitpunkt genau bestimmen könnte, gleitet eines in das andere über und trägt mich fort. Fort in mein Innerstes.